Titel 1306-2006
Hettigenbeuern
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Endlich ist es soweit - der Ausbau der Ortsdurchfahrt ist abgeschlossen.
Eröffnung der Ortsdurchfahrt

Offizielle Einweihung Übergabe der K3915 – Ausbau der Ortsdurchfahrt innerorts – Übergabetermin am Freitag, 19. Mai 2006

Hettigenbeuern präsentiert sich noch ein Stück weit schöner und ist für das Ortsjubiläum somit bestens gewappnet. Nach dem gelungenen Ausbau der Kreisstraße 3915 innerorts wurde das Teilstück der Ortsdurchfahrt am Freitagnachmittag mit der Verkehrsfreigabe im Beisein von Landrat Dr. Brötel offiziell eingewiehen.

„Es ist ein großer Tag für unseren Ort, ist er doch durch diese Maßnahme noch schöner und attraktiver geworden – eigentlich müsste der Musikverein spielen und der Gesangverein singen“, umschrieb Ortsvorsteher Günther Müller zu Beginn seine große Freude. Er begrüßte unter anderem Landrat Dr. Achim Brötel, Bürgermeister Roland Burger, Beigeordneten Dr. Wolfgang Hauck, den Leiter des Fachdienstes Straßen Oberbaurat Werner Rieger und die Verantwortlichen der Firma Boller aus Tauberbischofsheim.

Der Ortsvorsteher dankte allen, die sich für den Ausbau und die Fertigstellung rechtzeitig vor der 700-Jahr-Feier einsetzten. Sein Dank galt in besonderer Weise der Firma Boller, welche die Maßnahme zügig, schnell und sauber durchführte. Lob richtete er an Bauleiter Willi Gehrig und Polier Rainer Freisleben, mit denen es stets ein harmonisches Miteinander gegeben habe. Alle Anwohner waren von dem zügigen und schnellen Ausbau beeindruckt, stellte Müller anerkennend fest, obwohl die Firma mit dem täglichen Verkehr doch beeinträchtigt war. Die Firma Boller habe in Hettigenbeuern eine sehr gute Arbeit abgeliefert, fasste er abschließend zusammen. Er hoffe, dass die Straße in ihrem neuen guten Zustand nun nicht zum Rasen missbraucht werde, hier galt sein Appell allen Verkehrsteilnehmern, die Straße mit dem nötigen Respekt zu befahren. Ortsvorsteher Müller wünschte sich eine stets unfallfreie Benutzung der Straße und letztendlich viel Freude mit dem neuen Teilstück, wobei sein nochmaliger Dank dem Landkreis und der Stadt mit allen Fachbehörden und Fachleuten galt.

Der Landkreis wolle auch einen Beitrag leiste, dass sich der Erholungsort noch ein Stück weit schöner präsentieren kann, hob Landrat Dr. Brötel hervor. Er stellte jedoch auch die Notwendigkeit der Maßnahme heraus, da sich die Straße in einem schlechten Zustand befand. Der Landrat dankte ebenfalls allen Beteiligten. Es bleibe zu hoffen, dass die Autos am Rank künftig auf der Fahrbahn bleiben und den neuen Brunnen schonen, der jüngst erst unter dem vierten „Pfosten-Unfall“ zu leiden hatte.

Der Leiter des Fachdienstes Straßen, Oberbaurat Werner Rieger, stellte den Ausbau der K3915 innerorts als ein Teil des Ortsdurchfahrtenprogramms vor, mit dem Lösungen gefunden wurden, auch in Zeiten knapper Mittel solche Maßnahmen durchführen zu können. In enger Zusammenarbeit mit der Stadt wurde nach Möglichkeiten gesucht, die Maßnahme ab dem Ortseingang aus Richtung Buchen bis zum Abzweig der Morretalstraße, auf einer Länge von ca. 300 Metern, durchzuführen. Das Teilstück befand sich in einem schlechten baulichen Zustand. Der vorhandene Asphaltbelag wurde durch in den letzen Jahren erforderlichen Kanal- und Wasserleitungsarbeiten stark gestört. Es befanden sich zahlreiche Schlaglöcher auf der Strecke und Ausbruchstellen und Wasseransammlungen trugen zur weiteren Beeinträchtigung des Straßenzustandes bei. Auch die vorhandenen Randsteine waren überwiegend verdrückt und ungleich.

Die Sanierung in Form einer Gehweg- und Fahrbahninstandsetzung war unumgänglich. Der Ausbau musste die historische Lage übernehmen, Veränderungen in Trassierung oder Linienführung wurden nicht vorgenommen. Die Ortsdurchfahrt Hettigenbeuern weist aufgrund ihrer gewachsenen Bebauung eine Vielzahl von Zwangspunkten auf, die bei der Ausführung berücksichtigt werden mussten. Die Engstellen, besonders im Bereich des Kindergartens sind bekannt, und erfordern gegenseitige Rücksichtnahme aller Verkehrsteilnehmer und Vorsicht insbesondere von den Autofahrern, wie sie auch während der Baumaßnahme auch in besonderem Maße nötig war.

In Abstimmung von Landkreis und Stadt Buchen wurde die Erneuerung der Fahrbahn und Gehwege vom Fachdienst 1.20 des Landratsamtes durchgeführt. Die alten Randsteine wurden komplett aufgenommen und durch neue Hoch- und Tiefbordrandsteine ersetzt. Infolge des geringen Längsgefälles wurden auch die Rinnenplatten vor den Bordsteinen über die gesamte Länge erneuert.. Die Angleichung des Gehweges erfolgte in unterschiedlich erforderlicher Breite im bestehenden Material (Asphaltbeton). Die Fahrbahn wurde bis zum tragfähigen Gestick abgefräst und mit einer 12 cm starken Asphaltbinderschicht und einer 4 cm starken Asphaltdeckschicht wieder neu aufgebaut. Großer Wert wurde auf die Erneuerung und Verbesserung der zum Teil mangelhaften Entwässerungsverhältnisse der Fahrbahn gelegt.

In die Gehwege wurden neue Straßenbeleuchtungsmaste eingebaut und das entsprechende Kabel verlegt.
Die Baumaßnahme begann am Ortseingang Hettigenbeuern aus Richtung Buchen und endete an der Abzweigung Richtung Zittenfelden/Steinbach. Die Fahrbahnbreite liegt zwischen 5,50 m und 6,50 m. Es mussten ca. 400 lfm Randsteine und Rinnenplatten aufgenommen und komplett erneuert werden. Im Bereich der Fahrbahn wurden ca. 1800 m² Fahrbahnfläche komplett in zwei Schichten erneuert. Die Bauarbeiten wurden von der Firma Boller-Bau GmbH aus Tauberbischofsheim seit 13. März durchgeführt.

Die Maßnahme war im Hinblick auf das Jubiläum so terminiert, dass sei rechtzeitig zum Jubiläum von 16. bis 18. Juni fertig gestellt ist, da keine witterungsbedingten Verzögerungen eintraten, konnte bereits im April der Fahrbahnbelag eingebaut werden und die Bauzeit bis zum vertraglich vorgesehenen Bauende Ende Mai erheblich unterschritten werden. Die Bauarbeiten fanden unter Verkehr statt, was große Umstände für den Bauablauf bedeutete. Um die Verkehrsbehinderung so gering wie möglich zu halten wurde die Asphalttragschicht Samstags unter Vollsperrung erfolgen, zum Einbau der Asphaltdeckschicht war eine zweite Vollsperrung erforderlich.

Die Kosten der Maßnahme betrugen ca. 125.000 € und werden im Verhältnis 2/3 zu 1/3 zwischen dem Landkreis und der Stadt Buchen geteilt. Die Stadt trägt hierbei die Kosten für die neuen Randsteine, sowie die Gehwegangleichung und Anschluss der Sonnenstraße und die Installation der neuen Straßenbeleuchtung. Im Bereich der Kirche ergänzte die Stadt Buchen ab dem Friedhof auf ihre Kosten die Pflasterung des Gehweges. Der Landkreis trägt sämtliche Kosten für den Ausbau der Fahrbahn die Erneuerung der Entwässerungstechnik und der Rinnenplatten.

Die Bauleitung und Bauüberwachung lag bei Willi Gehrig und Polier Rainer Freisleben von der Firma Boller-Bau. Vom Fachdienst „Bauen“ des Landratsamtes hatten diese Volker Henn und Jürgen Ballweg sowie von der Stadt Buchen Karl Bako und Michael Hiegler inne.

Rieger sprach abschließend von einem „gelungenen Werk“ und gab das Lob der Anwohner an die Firma Boller weiter. Der Dank galt allen Beteiligten und den Anwohnern für die konstruktive Zusammenarbeit.

Bürgermeister Roland Burger schloss sich den Dankesworten an. Die Maßnahme sei ein gelungenes Beispiel, wie man mit bescheidenem Mittelansatz eine Ortsdurchfahrt sanieren könne. Für den Stadtteil sei dies mitunter ein Jubiläumsgeschenk, viele Besucher werden beim Ortsjubiläum erwartet und der Ort könne sich glänzend präsentieren. Hettigenbeuern war von 2001 bis 2003 ein Investitionsschwerpunkt der Stadt, erinnerte Burger beispielsweise an den Ausbau der Morretalstraße und die neue Morrebrücke. Bis auf den Ausbau der Hornbacher Steige seien nun alle wesentlichen Wünsche erfüllt, so der Bürgermeister und der Stellenwert des Dorfes als Fremdenverkehrsort sei gegeben.

Helga Schwab-Dörzenbach  

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